22.05.
2026

Wahres Ich und Bestimmung – Teil 1

Lesezeit: 2 Minuten

Sedona war ein wundervoller Ort in den Red Rocks Mountains von Arizona im Südwesten der USA. Wegen seiner energetischen Kraftquellen, Vortexes genannt, wurde es früh zu einem New-Age-Sammelbecken zahlreicher Künstler sowie spirituell interessierter und begabter Menschen. Auch für Naturenthusiasten war Sedona ein Geheimtipp: Auf atemberaubenden Wanderungen konnte man Naturschönheiten erleben, oftmals in völliger Abgeschiedenheit. Heute ist vom damaligen Charme nur wenig geblieben, seit der Ort als Touristenmagnet kommerzialisiert wurde.

Nach einem unserer frühen Aufenthalte entstand die Collage: Auf der rechten Seite zeigt sie das Bild eines Steinkreises bei einem Vortex, in der Mitte sind Erinnerungsstücke von Wanderungen aufgeklebt, und auf der linken Seite befindet sich ein Bild von Travis Terry. Er spielt auf der nordamerikanischen Native Flute, die er für meinen Sohn gebaut hat.

Travis Terry verkörpert das, worum es hier geht: das wahre Ich und die eigene Bestimmung. Er gehört dem Stamm der Gila River Pima Nation an. Nach einer Militärdienstzeit verwirklichte er autodidaktisch seinen lang gehegten Kindheitswunsch, Musiker, Komponist und Flötenbauer zu werden. Inspiriert von der traditionellen Instrumentalmusik der Pima integrierte er nach seiner Heirat mit Cara aus der Diné Nation zunehmend auch Navajo-Einflüsse in seine Arbeit.

Unsere Wege kreuzten sich dreimal: in Sedona sowie in Chinle am Canyon de Chelly, wo er lebt. Seine tiefe Verbundenheit mit der Herkunft und Weisheit der Native Americans ermöglichte es ihm, seinem innersten Wunsch zu folgen – trotz eines Umfeldes, das den Ureinwohnern traditionell nicht wohlgesinnt war. Seine Berufung besteht darin, mit der Native Flute ein friedliches und harmonisches Zusammenleben in einem multikulturellen Land zu fördern.

Beim Abschied gab er mir mit einem Schmunzeln sein optimistisches Motto mit auf den Weg: »I am always looking forward to seeing what the Creator has in store for me.« (»Ich bin immer gespannt darauf, was der Schöpfer für mich bereithält.«)

Wahres Ich und Bestimmung: Worum geht es?

Melanie weist in vielen ihrer Botschaften darauf hin, worum es geht:

Selbsterkenntnis:

  • Sich hinter Beruf, Rollen, Herkunft, Status, Erwartungen, Wünschen und Ängsten entdecken.
  • Die eigenen zentralen Werte und Glaubenssätze, Interessen, Begabungen und Fähigkeiten erkennen.
  • Verstehen, welche Einflüsse, Kräfte und Schattenseiten einen geformt haben.
  • Authentisch und bewusst leben, seine innere Freiheit bewahren und entscheiden, wer und was ich – auf keinen Fall – werden will.

Berufung:

  • Sich an Lebenszielen orientieren und der eigenen Existenz eine Richtung geben.
  • Sinn finden oder selbst Sinn erschaffen.
  • Werte nicht nur denken, sondern leben und durch Handlungen verkörpern.
  • Verantwortung für die eigene Freiheit übernehmen.
  • Erkennen, wo es sich lohnt, sich mit Energie und Lebenszeit einzusetzen.
  • Die eigene intrinsische Motivation verstehen und dem folgen, was dem eigenen Wesen entspricht und sich wahr anfühlt.
  • Dem grösseren Ganzen dienen und seinen Beitrag leisten.

Der Weg:

  • Einkehr in die Stille um sich zu hören.
  • Ehrliche Selbstbeobachtung und bewusste Achtsamkeit.
  • Stetiges Fragen, statt vorschneller Antworten.
  • Nicht Selbstoptimierung, sondern lebenslange Arbeit an Wahrnehmung, Wahrheit und Lebensführung.
  • Erkenntnisse mutig und Schritt für Schritt ins Leben bringen.

(Zitate aus: Trost-Tropfen der Hoffnung zur Selbstfindung und Heilung, Band 3, S. 12–21)



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