06.10.
2026
Wahres ich und Bestimmung
ALLE BLOGBEITRÄGE
BLOGBEITRAG · BAND 3
WAHRES ICH UND BESTIMMUNG
Thema und alle Zitate aus «Trost-Tropfen der Hoffnung zur Selbstfindung und Heilung», Band 3 der Trilogie, S. 12–21. Zum Buch

1. EINLEITUNG
Lesezeit: 1.5 Minuten
Kraftort Sedona
Sedona war ein wundervoller Ort in den Red Rocks Mountains von Arizona im Südwesten der USA. Wegen seiner energetischen Kraftquellen, Vortexes genannt, wurde es früh zu einem New-Age-Sammelbecken zahlreicher Künstler sowie spirituell interessierter und begabter Menschen. Auch für Naturenthusiasten war Sedona ein Geheimtipp: Auf atemberaubenden Wanderungen konnte man Naturschönheiten erleben, oftmals in völliger Abgeschiedenheit. Heute ist vom damaligen Charme nur wenig geblieben, seit der Ort als Touristenmagnet kommerzialisiert wurde.
Nach einem unserer frühen Aufenthalte entstand die Collage: Auf der rechten Seite zeigt sie das Bild eines Steinkreises bei einem Vortex, in der Mitte sind Erinnerungsstücke von Wanderungen aufgeklebt, und auf der linken Seite befindet sich ein Bild von Travis Terry. Er spielt auf der nordamerikanischen Native Flute, die er für meinen Sohn gebaut hat.
Mit Flötenspiel für ein friedvolles Zusammenleben
Travis Terry verkörpert das, worum es hier geht: das wahre Ich und die eigene Bestimmung. Er gehört dem Stamm der Gila River Pima Nation an. Nach einer Militärdienstzeit verwirklichte er autodidaktisch seinen lang gehegten Kindheitswunsch, Musiker, Komponist und Flötenbauer zu werden. Inspiriert von der traditionellen Instrumentalmusik der Pima integrierte er nach seiner Heirat mit Cara aus der Diné Nation zunehmend auch Navajo-Einflüsse in seine Arbeit.
Unsere Wege kreuzten sich dreimal: in Sedona sowie in Chinle am Canyon de Chelly, wo er lebt. Seine tiefe Verbundenheit mit der Herkunft und Weisheit der Native Americans ermöglichte es ihm, seinem innersten Wunsch zu folgen – trotz eines Umfeldes, das den Ureinwohnern traditionell nicht wohlgesinnt war. Seine Berufung besteht darin, mit der Native Flute ein friedliches und harmonisches Zusammenleben in einem multikulturellen Land zu fördern.
Beim Abschied gab er mir mit einem Schmunzeln sein hoffnungsvolles Motto mit auf den Weg: „I am always looking forward to seeing what the Creator has in store for me.“ („Ich bin immer gespannt darauf, was der Schöpfer für mich bereithält.“)
2. WAHRES ICH UND BESTIMMUNG: WORUM GEHT ES?
Lesezeit: 1 Minute
Melanie weist in vielen ihrer Botschaften darauf hin, worum es geht:
Selbsterkenntnis:
- Sich hinter Beruf, Rollen, Herkunft, Status, Erwartungen, Wünschen und Ängsten entdecken.
- Die eigenen zentralen Werte und Glaubenssätze, Interessen, Begabungen und Fähigkeiten erkennen.
- Verstehen, welche Einflüsse, Kräfte und Schattenseiten einen geformt haben.
- Authentisch und bewusst leben, seine innere Freiheit bewahren und entscheiden, wer und was ich – auf keinen Fall – werden will.
- …
Berufung:
- Sich an Lebenszielen orientieren und der eigenen Existenz eine Richtung geben.
- Sinn finden oder selbst Sinn erschaffen.
- Werte nicht nur denken, sondern leben und durch Handlungen verkörpern.
- Verantwortung für die eigene Freiheit übernehmen.
- Erkennen, wo es sich lohnt, sich mit Energie und Lebenszeit einzusetzen.
- Die eigene intrinsische Motivation verstehen und dem folgen, was dem eigenen Wesen entspricht und sich wahr anfühlt.
- Dem grösseren Ganzen dienen und seinen Beitrag leisten.
- …
Der Weg:
- Einkehr in die Stille um sich zu hören.
- Ehrliche Selbstbeobachtung und bewusste Achtsamkeit.
- Stetiges Fragen, statt vorschneller Antworten.
- Nicht Selbstoptimierung, sondern lebenslange Arbeit an Wahrnehmung, Wahrheit und Lebensführung.
- Erkenntnisse mutig und Schritt für Schritt ins Leben bringen.
- …
3. DIE BOTSCHAFTEN VON MELANIE
Lesezeit: 1 Minute
Zeitlose Botschaften
Es ist tröstlich, dass die Botschaften eines Engelkindes sich an denselben zeitlosen existenziellen Fragen orientieren, die uns durch die gesamte Philosophie- und Geistesgeschichte begleiten: von der Antike (Sokrates: „Erkenne dich selbst“) über die Existenzphilosophie (Kierkegaard, Nietzsche, Heidegger, Sartre, Camus) und die psychologisch-existenziellen Denker (Jung, Frankl) bis hin zu modernen Philosophen (Arendt, Jaspers) sowie den östlichen Weisheitslehren, insbesondere dem Buddhismus.
Zeitlose Fragen
In der einen oder anderen Form haben sie alle diese Fragen ins Zentrum gestellt:
- Wer bin ich?
- Woher komme ich?
- Wo stehe ich?
- Was will ich wirklich?
- Wohin gehe ich? Was soll ich tun?
- Wie lebe ich sinnvoll?
Einige Beispiele finden sich in der Trilogie, Band 3, Seiten 12–21. Viele weitere Botschaften zu diesen Fragen ziehen sich durch alle drei Bände 1-3 hindurch.
Wer bin ich?
„Odem des Lebens: Folge dem Atem zu deiner Mitte, zum innersten Bereich – horche ins Zentrum, in deinen Kern; finde im goldenen Licht: dein wirkliches Ich – your true self.“
„Du hast den Blick nach innen gerichtet…Die neue Projektarbeit «Mein wahres Ich» ist anforderungsreich, der Fortschritt harzig, doch lohnend, verspricht Selbstwerdung, Wandlung und Heilung.“
Was will ich wirklich? Lebe ich sinnvoll – meine Berufung?
„Tritt aus dem Schatten – dem eigenen und dem fremden. Dich sein – mit Überzeugung und Begeisterung.“
„Wenn du deinen Talenten nachlebst und deine Herzensaufgaben erfüllst, hast du freie Bahn – tue, wozu du bestimmt bist!“
Mein Weg zur Selbstfindung: Woher komme ich – Wo stehe ich – Wohin gehe ich?
„Ob die äusseren Umstände günstig oder widrig sind, den Weg nach innen – zu dir, zu uns – bestimmst und gehst du ganz allein. Die Entscheidung, ihn zu beschreiten, ist Teil deiner Freiheit zur Wandlung.“
„Selbstbestimmung in Freiheit ist mehr als ein Traum, sie zu leben ist hartes Tageswerk – lebenslang.“
4. MINI-IMPULS UND PRAKTISCHE ANREGUNG
Lesezeit: 2 Minuten
Übereinstimmend mit den erwähnten Philosophen haben mir meine langjährige Arbeit und Erfahrung als Coach zwei Dinge zweifelsfrei gezeigt:
- Nachdenken reicht nicht aus: Allein durch Denkarbeit lässt sich die Wahrheit über sich selbst nicht finden; dazu bedarf es weiterer Erkenntnisebenen. Melanie sagt dazu: «Your true self is found in the gap between your thoughts.» («Dein wahres Ich findet sich im Leer-Raum zwischen deinen Gedanken.»)
- Der Weg ist an die Person gebunden: Es gibt nicht den einen Weg zur Selbstfindung. Viele unterschiedliche, individuelle Wege können zum wahren Ich führen. Wie und welchen Weg man wählt, um zu tieferen Erkenntnissen über sich selbst zu gelangen, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es ist deine „lebenslange Projektarbeit“ (Melanie) – ein Prozess, der sich weiterentwickelt und je nach Lebensphase oder Lebensumständen neue Wege sucht.
Nur in der Stille kannst du dich hören
Als Anregung wählen wir zum Einstieg ein einfaches Vorgehen, das seit Jahrhunderten praktiziert wird und sich bewährt hat:
1. Still werden, um sich selbst zu hören.
Einmal täglich, regelmässig, etwa 15 Minuten lang. (Eine Viertelstunde steht jedem Menschen 96-mal pro Tag zur Verfügung.) Die Stille kann man bei einem Spaziergang in der Natur suchen oder sich zu Hause bewusst Raum dafür schaffen. Entscheidend ist, Ablenkungen und Störungen möglichst auszuschliessen.
2. Eine einzige Frage formulieren.
Diese Frage wie einen Samen ins Unterbewusstsein pflanzen und ruhen lassen – ohne zu versuchen, sie sofort zu beantworten.
Beispiele:
- Wer bin ich jenseits von Rollen und Erwartungen?
- Wann fühle ich mich lebendig?
- Wann erfahre ich mich als wahrhaftig?
3. Die Aufmerksamkeit ausschliesslich auf den Atem richten.
Gedanken dürfen kommen und gehen. Weder soll man ihnen Energie schenken noch versuchen, sie zu verdrängen; man lässt sie ziehen wie Wolken am Himmel.
Es ist die einfachste und wirksamste Methode um Geist und Körper zur Ruhe zu bringen.
4. Die Wahrnehmungen im Alltag beobachten.
Zeigen sich intuitive Impulse, spontane Einsichten oder Veränderungen im Erleben und Fühlen? Führen sie zu veränderten Präferenzen oder klareren Entscheidungen?
5. Nach einer Woche regelmässiger Praxis innehalten, Journal führen.
Welche Fragen, Ideen, Gefühle oder Einsichten tauchen wiederholt auf? Erkenne ich Muster oder klare Signale? Was überrascht mich?
Diese Beobachtungen gilt es, in einem Journal festzuhalten – spontan und ohne Zensur, ohne „Wenn“ und „Aber“.
6. Die gewonnenen Einsichten erproben.
Einen ersten mutigen, aber kleinen Schritt wagen: eine Handlung ausprobieren, ein Gespräch suchen oder ein Projekt beginnen…
Nun möchte ich Sie ermuntern, den Weg zur Selbstfindung bewusst unter die Füsse zu nehmen…
Stichworte fürs ABC des Lebens
Hat Sie dieser Beitrag angesprochen?
Newsletter abonnieren und neue Blogbeiträge
auf LinkedIn entdecken.
